Mut zur Leichtigkeit

Wie es gelingen kann in schwierigen Zeiten das Leben wertzuschätzen.




Wir alle haben eine anspruchsvolle Zeit hinter uns. Statt der ersehnten Erleichterung gibt es Berichte über Menschen, die in Not sind und ihre Heimat verteidigen oder verlassen müssen.

Die Bilder in den Medien gehen uns nah und machen Angst. Vor 4 Wochen saß ich mit einer Freundin im Café. Wir diskutierten über die Situation und ich sagte, dass ich gar nicht mehr lachen mag. Aber das Lachen gehört zu unserem Leben, schüttet die Neurotransmitter, Dopamin, Serotonin, Noradrenalin, Endorphin aus. Diese Botenstoffe versorgen uns mit Energie, geben uns Antrieb und machen uns glücklich.

Wenn wir jetzt nicht auf uns achten und aus Empathie aufhören unser Leben zu Leben, führt es uns wie eine Rückwärtsspirale direkt in eine Depression. Es macht also Sinn auf uns zu achten, dafür zu sorgen, dass wir gut durch diese Zeit kommen.

Wie kann das gelingen?

Zuerst mal schauen, was es Schönes in unserer Welt gibt.

Den Fokus auf das setzen, was uns Kraft gibt und dankbar dafür sein. Nur so sind wir in der Lage diese Kraft zu teilen.

Achte auf dich! Gesunde abwechslungsreiche Nahrung mit Schwerpunkt auf Gemüse, viel Trinken wie Wasser und ungesüsste Tees. Ich gönne mir sonntags auch ein Glas Rotwein. Ausreichend Schlaf, moderate Bewegung und kleine Auszeiten mit Entspannungsmomenten.


Achtsamkeitsübungen Bewusst im hier und jetzt zu sein. Gerade jetzt einfach man dich die Natur gehen und genau hinzuschauen. Wie groß sind schon die Blätter an den Sträuchern, welche Formen haben die Wolken, wie riecht die Luft, was schmeckst du, was fühlst du? Schule deine Wahrnehmungen. Ich nehme natürlich meine Kamera zur Hilfe so bekomme ich den Kopf frei und habe schöne Bilder, an denen ich mich erfreuen kann. Ich biete auch einen Workshop zum Thema Achtsamkeit durch Fotografie an. Der nächste OnlineWorkshop startet am 30.03.22 um 19:30 Uhr. Er kann per Anfrage auch als PräsenzWorkshop gebucht werden. Mehr erfährst du hier: https://www.fotoprosaundmeer.com/book-online

Gefühle nicht unterdrücken. Wenn sich Trauer und Unmut breit macht, lass es zu ohne zu bewerten. Der Versuch Gefühle zu überspielen kann sich langfristig negativ auf die Gesundheit ausdrücken.


Tue etwas Gutes. Überlege wo du deine Kraft nützlich einsetzen kannst. Vielleicht möchtest du ein Ehrenamt einnehmen oder etwas Spenden. Vielleicht schreibst du einen guten Gedanken auf einen Zettel und hängst ihn sichtbar in deiner Wohnung auf um ihn immer vor Augen zu haben. Jemanden ein Lächeln und Zuspruch zu schenken, ist eine kleine Geste mit großer Wirkung, die wir nicht unterschätzen sollten.

Nachrichten reichen einmal am Tag. Suche dir ein Zeitfenster in dem du dich über die Neuigkeiten in der Welt informierst. Schaue nicht den ganzen Tag in die sozialen Medien. Nehme dir und deinem Smartphone eine Mittagspause.

Hoffnung auf das Gute. Nicht aufgeben und hoffen, das treibt uns voran. Es hilft auch die Umwege zu verstehen, selbst wenn wir eine andere Wegstrecke geplant hatten.


Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich vor 8 Jahren auf die Insel gezogen bin, um meinem Schwager, der im Rollstuhl sitzt zu unterstützen. Ich mochte anfangs nicht an den Strand gehen und wenn nur mit sehr schlechtem Gewissen, weil er mit seinem Rollstuhl ja nicht an den Strand kam. Ich hatte überlegt, was ich tun könnte und ich entdeckte einen Strandrollstuhl, den man sich ausleihen konnte. Völlig begeistert von meiner Idee, wollte ich meinen Schwager damit an den Strand schieben… Er wollte nicht. Da wurde mir klar, das es ihm nicht hilft, wenn ich nicht an den Strand gehe. Seitdem hatte ich trotz seiner Behinderung mehr Mut zur Leichtigkeit.

Ich wünsche dir ein erholsamen Sonntag vielleicht mit etwas Leichtigkeit …

Herzliche Grüße von der Insel

Jacqueline

P.S. Fotoshootings und Workshops können wieder bei mir gebucht werden Auch als Gutschein möglich, falls du ein besonderes Geschenk suchst.