Graue Tage…

ein Spaziergang an der Steilküste



In diesem Jahr erarbeite ich das Thema FARBEN.


Für mich als Fotografin ist es wichtig zu wissen, mit welchen Farben ich die gewünschte Bildwirkung erreiche. Wie reagieren die Farben untereinander und wann sind Farben zwingend erforderlich? Um in dieses Thema einzusteigen, habe ich beschlossen mit einer Fotostrecke in schwarz-weiß zu beginnen.


Was drücken die Farben auf den Bildern,

die wir betrachten aus?


Was passiert, wenn plötzlich die Farben

keine Relevanz für die Bildsprache haben?


Worauf liegt dann der Fokus?


Ich habe mir gestern meine Kamera eingepackt, bin an die Steilküste nach Ückeritz gefahren und los ging mein Spaziergang durch den seichtgrauen Januarnachmittag.


Es war dunstig auf der Insel. Die Temperaturen waren mit 7 Grad nicht sehr winterlich, aber der kühle Wind und die feuchte Luft brachten Kälte ins Gesicht.

Wenn ich meine Kamera in der Hand habe empfinde ich Kälte erst spät. Ich bin sehr fokussiert auf das, was mir vor der Kamera begegnet. Nun war ich auf der Suche nach schwarz-weiß Fotos für diesen Blog.

Es war ein grauer Tag.

Es gab kaum Farben, nur das Meer ....

sanfte Blau-Grau-Grüntöne machten es zur Unendlichkeit. Schäumende Wellen gaben dieser Szene weiße Akzente. Ich stand in einem Gemälde. Wunderbar!

Ich fotografierte und wusste, dass ich dir diese Schönheit ohne Farbe nicht zeigen kann.

Trotzdem wollte ich das Meer fotografieren. Dann begab ich mich auf die Suche nach Nichtfarben. Farben in Grauabstufungen. Ich entdeckte die Strukturen und Spuren im Sand, an der, die unterhalb der Bäume freigespült war, entdeckte Pflanzen im Winterschlaf, ich fotografierte und vergaß die Zeit...


Es war ein schöngrauer Nachmittag am Strand und ich kam ziemlich durchgefroren Zuhause an. Nach einem heißen Tee schaute ich mir die Bilder an.


Die Fotos mit der schönen Farbstimmung sind in Farbe natürlich noch schöner, die fotografierten Steinstrukturen sind in beiden Versionen interessant, die Sandstrukturen sind in schwarz-weiß besser.


TIPP: Falls du eine schwarz-weiß Serie fotografieren möchtest, wandle die Bilder erst in der Bildbearbeitung um. So hast du später die Option auf ein gutes Farbbild, Es ist auch hilfreich den Kameramodus auf schwarz-weiß zu stellen. Dann kannst du sehen, wie das Foto wirkt, achte dann aber darauf, die Bildspeicherung auf RAW und JPG zu stellen, damit dir die Farbinformationen erhalten bleiben.


Jetzt wünsche ich dir viel Freude beim Bilderschauen und dann noch einen bunten Sonntag.


Herzlichst Jacqueline